lyrische Waisen
Wissenschaftlicher Anspruch dieser Sammlung
Der Begriff "lyrische Waise" ist ein undefinierter Begriff. Er soll Gedichte bezeichnen, für
der Autor unbekannt ist bzw. für das verschiedene Autoren sich streiten.
Gerade im Internet gibt es einige Gedichte, die durch Copy&Paste eine
weite Verbreitung gefunden haben. Auf dieser Seite werden solche lyrischen Internet-Waisen
gesammelt. Eine "lyrische Internet-Waise" muss aber mindestens zweiundvierzig (42 ist die Antowrt auf die Frage aller Fragen.)
Einträge im Internet aufweisen, bevor es in dieser Liste zitiert wird. Neben dem
Gedicht wird auch der Suchbegriff angegeben, Meist wird der erste oder zweite Vers oder aber eine Auswahl an prägenden Begriffen als
Suchbegriff bei google.de oder bei metager.de verwendet.
mit welchem das Gedicht an verschiedenen Orten im Internet im Internet gefunden wurde.
Mit dieser Seite ist aus wissenschaftlicher Sicht entstanden. Solche lyrischen Internet-Waisen
haben wahrscheinlich im Gegesatz zu den Märchen oft einen bestimmten Autoren, aber
durch die schnelle Weiterbreitung im Internet ist dieser Autor kaum noch zu ermitteln. Die
lyrischen Internet-Waisen sind damit ein Teil der Internet-Kultur. Die wissenschaftliche
Pflicht gebietet es, diese Internet-Waisen zu sammeln und zu archivieren.
Diese Seite weist implizit darauf hin, wie wichtig der praktische Schutz der Urheberrechte ist.
Dichtern und Autoren sollten ihre Texte preiswert als ihr geistiges Eigentum registrieren
können, was bisher (1.7.2007) nach Wissen der Redaktion nicht möglich ist.
Aufruf
Mailen Sie mir lyrische Internet-Waisen, die ihnen aufgefallen sind.
Mailen Sie mir Hinweise auf mögliche Autoren, die ihnen aufgefallen sind.
Die Adresse der Redaktion ist:
info@padina.com
Anmerkung:
Hinweisen zur Autorenschaft gehe ich in jedem Fall nach. Ich möchte auf dieser Website keine Verletzung von Urheberrechten begehen. Es wird folgendes Verfahren angewandt:
- Bei entsprechenden Hinweisen auf den Urheber oder Ansprüchen auf die Urheberschaft wird das Gedicht hier auf der Seite sofort auf die ersten drei-fünf Verse gekürzt.
- Der Link des potentiellen Urhebers wird mit dem entsprechend veröffentlichten Gedicht angegeben.
- Es wird geprüft, ob die Urheberschaft wahrscheinlich ist. Die Seite erhebt NICHT den Anspruch, die Urheberschaft nachzuweisen.
- Bei Gegenbeweisen (zum Beispiel früheren Veröffentlichungen) wird wieder der vollständige Text angezeigt
und die Gegenbelege werden veröffentlicht.
Liste der lyrischen Internet-Waisen
Die lyrischen Internet-Waisen werden in der Reihenfolge ihres Vorschlags aufgeführt.
Der google-Link soll nur zeigen, wie oft und vielfältig ein Gedicht im Internet
vertreten ist.
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10 kleine Raucherlein
Folgender Suchtext führte zu über 42 Links:"10 kleine Raucherlein" -
vom 4. Mai 2008
10 kleine Raucherlein
die schliefen rauchend ein.
Prompt ging ein Bett in Flammen auf:
Da waren's nur noch neun.
Neun kleine Raucherlein,
die rauchten auf der Wacht.
Den einen hat der Feind erspäht:
Da waren's nur noch acht.
Acht kleine Raucherlein,
die rauchten selbst beim Lieben.
Das hielt das beste Herz nicht aus:
Da waren's nur noch sieben.
Sieben kleine Raucherlein,
die trafen eine Hexe,
die Appetit auf Rauchfleisch hatte:
Da waren's nur noch sechse.
Sechs kleine Raucherlein,
die haben laut geschümpft
auf einem Abstinenzlertreff:
Da war'n sie noch zu fümpft.
Fünf kleine Raucherlein,
die neckten einen Stier.
Der eine blies ihm Rauch ins Auge:
Da waren's nur noch vier.
Vier kleine Raucherlein,
die reisten nach Shanghai.
Der eine rauchte Opium:
Da waren's nur noch drei.
Drei kleine Raucherlein,
die rauchten auf dem Klo.
Das Klo war voll von Biogas:
Da waren's nur noch zwo.
Zwei kleine Raucherlein,
die spielten was Gemeines -
wer mehr Zigarren essen kann:
Da gab es nur noch eines.
Krank
DIE LETZTE STROPHE FÜR DEN SADISTEN:
Das letzte kleine Raucherlein
bekam zwei Raucherbeene.
Sein Rollstuhl rollte vor'ne Walze:
Man fand nur noch zehn Zähne.
DIE LETZTE STROPHE FUER DEN ZYNIKER:
Das letzte kleine Raucherlein
schwor ab dem Nikotin.
Es hörte mit dem Rauchen auf:
Jetzt spritzt es Heroin.
DIE LETZTE STROPHE FUER DEN UNVERBESSERLICHEN OPTIMISTEN:
Das letzte kleine Raucherlein,
das zeugte rasch neun Söhne
und zeigte ihnen, wie man raucht:
Da waren's wieder zehne.
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Männer sind Schweine
Folgender Suchtext führte zu über 42 Links:"So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken," -
vom
So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken,
so lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken.
So störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,
das ist dieser Halbmensch, sein Name ist MANN.
Er steht nur im Weg rum, zu nichts zu gebrauchen,
ist immer am Meckern und ständig am Fauchen.
Er ist auf der Erde, ich sag's ohne Hohn,
vom Herrgott die größte Fehlkonstruktion.
Ein Mann wär doch ohne uns Frauen verloren,
er wäre ja ohne uns nicht mal geboren!
Erst durch unsere Hilfe wird mit viel Bedacht,
so halbwegs ein Mensch aus diesem Schlappschwanz gemacht.
Ein Mann hält sich oft für unwiderstehlich
und glaubt, schon ein Lächeln von ihm macht uns selig.
Stolziert durch die Gegend wie'n Hahn auf dem Mist
und merkt dabei gar nicht, wie dusslig er ist.
Fühle ich mich unwohl und kann kaum noch gehen,
weder sitzen, noch liegen oder stehen,
dann sagt er: "Komm mach nicht so einen Wind".
Doch sitzt ihm ein Pups quer, dann weint er wie'n Kind!
Mit dem Maul sind sie stark, da können sie prahlen,
doch wehe der Zahnarzt bereitet mal Qualen.
Dann sind sie noch alle - verzeiht den Vergleich -
wie ein Korb voller Fallobst, so faul und so weich.
Ein Mann ist ganz brauchbar, solang er noch ledig,
da ist er oft schlank und sein Körper athletisch.
Da ist er voll Liebe und voller Elan -
kaum ist er verheiratet, wird nichts ,ehr getan.
Mit Gold und Brillanten tat er Dich beglücken,
das kriegt heute die Freundin hinter'm Rücken.
Und Du kriegst heut' nur noch, wenn er dran denkt,
zum Geburtstag einen Schnellkochtopf geschenkt.
Als Jüngling wollte er dauernd kosen und küssen,
als Ehemann will er davon nichts mehr wissen.
Verlangst Du Dein Recht, dann wird er gemein,
er gibt Dir sein Gebiß und sagt:"Küß Dich allein!"
Und pfeifen sie auch manchmal aus dem allerletzten Loch -
darin sind wir uns einig - wir lieben sie doch!
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Wann fängt Weihnachten an?
Folgender Suchtext führte zu über 42 Links:"Wenn der Schwache dem starken" -
vom 20. Apr 2008
Wann fängt Weihnachten an?
- Wenn der Schwache
dem Starken die Schwäche gibt.
- wenn der Starke
die Kräfte des Schwachen liebt,
- wenn der Habewas
mit dem Habenichts teilt,
- wenn der Laute
bei dem Stummen verweilt
- und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
- wenn der Leise
laut wird
- und das Laute still,
- wenn das Bedeutungsvolle
bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige
wichtig und groß,
- wenn mitten im Dunkel
ein winziges Licht
Geborgenheit,
helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht,
sondern du
gehst so wie du bist
darauf zu,
dann
ja, dann
fängt Weihnachten an.
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Das Kuss-Gedicht
Folgender Suchtext führte zu über 42 Links:"ist ohne Zweifel wohl der Kuß." -
vom 25. Nov 2007
Der Menschheit größter Hochgenuß
ist ohne Zweifel wohl der Kuß.
Er ist beliebt, er macht vergnügt,
ob man ihn gibt, ob man ihn kriegt.
Er kostet nichts, ist unverbindlich
und er vollzieht sich immer mündlich.
Hat man die Absicht, daß man küßt,
so muß man erst mit Macht und List
den Abstand zu verringern trachten
und dann mit Blicken zärtlich schmachten.
Die Blicke werden tief und tiefer,
es nähern sich die Unterkiefer.
Man pflegt dann mit geschloss'nen Augen
sich aneinander festzusaugen.
Jedoch nicht nur der Mund allein
braucht eines Kusses Ziel zu sein.
Man küßt die Wange und die Hände
und auch noch and're Gegenstände,
die ringsherum mit Vorbedacht
sämtlich am Körper angebracht.
Auch wie man küßt, das ist verschieden,
im Norden, Osten, Westen, Süden.
So mit Bedacht und mit Gefühl,
der eine heiß, der and're kühl.
Der eine haucht, der and're schmatzt,
als ob ein alter Reifen platzt.
Hingegen wiederum der Keusche
vermeidet jegliche Geräusche.
Der eine kurz, der and're länger,
den längsten nennt man Dauerbrenner.
Ein Kuß ist, wenn zwei Lippenlappen
in Liebe aufeinanderklappen
und dabei ein Geräusch entsteht,
als wenn die Kuh durch Matsche geht.
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Das Männer-Gedicht
Folgender Suchtext führte zu über 42 Links:So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken, -
vom 21. Okt 2007
So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken,
so lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken,
so störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,
========== Am 4. Mai 2008 stiess ich auf viele Kopien einer erweiterten Versiondieses Gedicht. Das Gedicht ist weiter untern aufgeführt.
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Der Busen
Folgender Suchtext führte zu über 42 Links:"Beliebt ist bei der Männerwelt" -
vom 8. Jul 2007
Beliebt ist bei der Männerwelt ein schöner Busen der gefällt,
der unsre Frau'n so herrlich ziert, uns immer wieder neu verführt.
Den Reizen, denen wir erliegen, sobald wir sie zu fassen kriegen,
soll dies Gedicht gewidmet sein. Ganz gleich, ob dieser groß, ob klein,
wie launisch zeigt sich die Natur, wenn sie gestaltet die Figur.
Da lässt sie tolle Formen wippen, dort sieht man nichts als Haut und Rippen.
Weil's unterschiedlich groß geformt, d'rum ist auch der BH genormt.
Von 1 - 12, ganz kurz und schlicht, so steigen Größe und Gewicht.
Ganz ungeeignet ist zum Schmusen die Größe 1, der Mini - Busen.
Kein Wunder, dass da schnell ermüdet, wer ein so flaches Weib behütet.
Bescheiden ist auch das Vergnügen, an Busengröße 2 zu liegen.
Immerhin ist was zu finden, man weiß, was vorne ist und hinten.
Mit Größe 3 wird's schon erträglich, da hat man was, da wird's beweglich.
Wenn ein Bikini dies umhüllt, ergibt sich schon ein reizend Bild.
Mit Größe 4 und schlanken Hüften kann dich ein Weib sehr schnell vergiften.
Du zappelst mit verwirrtem Sinne, wie ein Insekt im Netz der Spinne.
Das Weib nicht seine Trümpfe kennt, wo Größe 5 im BH hängt.
Wie bebt vor Lust die Männerhand, die so ein Prachtstück hält umspannt.
Ein Mann der nie in seinem Leben durft' eine Größe 6 bewegen,
der wurd' vom Schicksal arg betrogen, um den ging's im großen Bogen.
Ein schöner Busen Größe 7 gibt Anstoß zu besond'ren Trieben,
jagt Männer in die kühnsten Träume, wie Affen in die höchsten Bäume.
Unbeschreiblich ist die Pracht bei einem Busen Größe 8.
Wer solch ein Weibes Gunst errungen, dem ist der große Wurf gelungen.
Die Größe 9 taugt nur für's Bett - für den, der Kummer hat, ist's nett.
Hier kann er sein Gesicht vergraben und stundenlang der Welt entsagen.
Bei Größe 10 da wird's beschwerlich, auch ist es nicht mehr ungefährlich,
beugt sich 'ne Frau mit solchem Busen über einen Mann zum Schmusen.
Das Spiel mit Häkchen und mit Ösen so schön's bei Nummer 5 gewesen,
lustvoll spielend, voller Feuer, hier wird's zum echten Abenteuer.
Ist's letzte Häkchen endlich auf, da nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Aus dem vollen prallen Mieder stürzt es wie Lawinen nieder.
Umhüllt des Mannes Haupt im Nu, deckt Nase, Augen, Ohren zu.
Es fühlt sich der ganz schnell bedroht, vom plötzlichen Erstickungstod.
Doch keiner ist bisher verdorben und unter soviel Fleisch gestorben.
Indem ist es auch noch geglückt, dass er das Licht der Welt erblickt.
Mit Größe 11 befreit von Hüllen, lässt sich 'ne ganze Bettstadt füllen.
Wie ein Hefeteig beim Hitzewellen, so sieht man's in den Kissen quellen.
Bekümmert sieht der Mann hier ein, dass seine Hände viel zu klein,
zu hindern die befreiten Riesen, nicht über'm Bettrand wegzufließen.
Bei Größe 12 wird's kolossal, dann ultra, super, maximal.
Doch hört ihr Campingfreunde her, ist dieses Ding auch superschwer,
spart man im Urlaub doch viel Geld, denn der BH ersetzt das Zelt.
Die Größe 13 gibt es nicht, drum endet hier auch dies Gedicht.
Mit einem Wort an Euch, ihr Frauen: Ihr wisst, worauf die Männer schauen.
Doch glaubt mir, 's ist nicht allein die Frage, ob er groß, ob klein,
's ist auch die Frage, habet Acht, was ihr aus Euren Reizen macht,
wie ihr, was Euch so herrlich ziert für uns verpackt und wie serviert.
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Weihnachten fällt aus
Folgender Suchtext führte zu über 42 Links:"beim Finanzamt zu betteln und flehn" bei metager.de -
vom 1. Jul 2007
Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen,
es war beim Finanzamt zu betteln und fleh n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,
verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.
Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann,
dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert,
wo von das Christkind dies finanziert.
Das Christkind rief: "Die Zwerge stellen die Geschenke her",
da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,
und die Erlöse wären anzugeben.
"Ich verschenke das Spielzeug an Kinder " wollte das Christkind sich
wehren,
dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben,
wäre dieses jetzt besser zu sagen.
"Meine Zwerge besorgen die Teile,
und basteln die vielen Geschenke in Eile"
Das Finanzamt fragte wie verwandelt,
ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.
Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,
von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz.
"Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld",
Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt."
"Aus allen Ländern kommen die Sachen",
mit den wir die Kinder glücklich machen."
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,
denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.
Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung,
meinte dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.
Mit diesen Sachen, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.
Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein,
und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.
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Tod einer Unschuldigen
Folgender Suchtext bei Google führte zu über 42 Einträgen:"Ich ging zu einer Party, Mami" -
vom 1. Jul 2007
=== häufiges Vorwort ===
Tod einer Unschuldigen
Gedicht aus den USA
Ich mache mit!
Auch du solltest mitmachen und dieses Gedicht kopieren.
Es passieren einfach noch viel zu viele Unfälle aufgrund von Alkohol
auf den Straßen, bei denen immer wieder Unschuldige zu Tode kommen.
Hilf bitte mit, dieses Gedicht soll um die ganze Welt gehen!
=== Ende des Vorworts ===
Warum Mami?
Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte.
Du hattest mich gebeten nicht zu trinken,
und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mami,
genauso wie Du es vorhergesagt hattest.
Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami,
auch wenn die anderen sich mokierten.
Ich weiß,dass es richtig war, Mami,
und dass Du immer recht hast.
Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich,
dass ich heil nach Hause kommen würde
aufgrund Deiner Erziehung, so verantwortungsvoll und fein.
Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Straße ein.
Aber der andere Fahrer sah mich nicht,
und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.
Als ich auf dem Bürgersteig lag,Mami,
hörte ich den Polizisten sagen der andere sei betrunken.
Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.
Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm' doch schnell.
Wie konnte mir das passieren?
Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.
Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meisste ist von mir.
Ich höre den Arzt sagen, Mami,
dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.
Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es,
ich habe wirklich nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mami,
die haben einfach nicht nachgedacht.
Er war wahrscheinlich auf der gleiche Party wie ich, Mami.
Der einzige Unterschied ist nur:
Er hat getrunken, und ich werde sterben.
Warum trinken die Menschen, Mami?
Es kann das ganze Leben ruinieren.
Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.
Der Mann der mich angefahren hat, Mami,
läuft herum und ich liege hier im Sterben.
Er guckt nur dumm.
Sag'meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami.
Und Papi soll tapfer sein.
Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami,
schreibt"Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.
Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami,
nicht trinken und dann fahren.
Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.
Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst.
Bitte weine nicht um mich, Mami!
Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.
Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami,
bevor ich von hier fortgehe:
Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken,
warum bin ich diejenige, die sterben muss?
=== häufiges Nachwort ===
ANMERKUNG:
Dieser Text in Gedichtform war an der Springfield High School (Springfield, VA, USA) in Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.
Unter dem Gedicht steht folgende Bitte:
JEMAND HAT SICH DIe MÜHE GEMACHT,
DIESES GEDICHT ZU SCHREIBEN.
GEBEN SIE ES BITTE AN SO VIELE
MENSCHEN WIE MÖGLICH WEITER.
WIR WOLLEN VERSUCHEN,
ES IN DER GANZEN WELT ZU VERBREITEN,
DAMIT DIE LEUTE ENDLICH BEGREIFEN,
WORUM ES GEHT.
=== Ende des Nachworts ===
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Gewinner und Teilnehmer in früheren Jahren
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