erato Lyrikinteressierter
 Herkunft: Dabei seit: 11.10.2009 Verfasst am: 11.10.2009 22:55 | Messidor
Es flieht der Samt aus späten Stunden
lichtlose Tiefe zieht uns an
nachtbestäubt sind unsre Körper und
brennen voller Leidenschaft
der Herzschlag
presst das Blut durch alle Fasern
die Taubheit dröhnt
die Blindheit blitzt
überblühte Lippen tanzen
auf dem Aderwerk
im Metrum wilder Atemzüge
streift uns der Hauch aus ferner Welt
süß schmeckt der Schweiß
auf deinen Händen
Schönmund wird Holunder finden
und sich verlieren in dem Mark
du streckst die Schenkel langsam aus
führst mich hin zum Gartenhaus
dort blüht die Distel scharlachrot
wir sind in uns verloren
genießen Schwellung wunderbar
ertrinken in den Poren
Schattenspiele deines Körpers
künden mir den jungen Tag
bitteres Licht , verschmeckter Tag
© ths 2009
Zuletzt bearbeitet am: 11.10.2009 23:14 |