geändert am 8.4.2005 - Version Nr.: 1. 3
Assonanz (unreiner Reim)
unvollständiger Reim, bei dem nur die Vokale übereinstimmen. Vorwiegend in
der spanischen und altfranzösischen Dichtung beliebt, kommt er auch in der
Deutschen Romantik vor.
Reim
Gleichklang zweier oder mehrerer Silben, die meist am Wort- und Versende
stehen (nicht beim Stabreim). Es ist sprachliches Kunstmittel, dass in
der Dichtung bei den meisten Völkern auftritt. Die Reime werden
verschiedentlich bewertet:
- männlicher (stumpfer) Reim: die Reimworte enden mit einer betonten Silbe: "sag - mag".
- reicher Reim: bei den Reimworten ist der vorletzte, meist betonte Vokal
identisch.
- rührender Reim (identical rime): bei den Reimworten ist nicht
nur der vorletzte, meist betonte Vokal identisch und sondern auch die
Konsonanten sind identisch. Ein Beispiel ist das Reimpaar "Gefangen -
verfangen".
- weiblicher (klingender) Reim: die Reimworte enden mit einer unbetonten Silbe: "gesungen - gesprungen".